www.italian-classics.net 26.05.2006 14:10
|
|
1982 entstehen bei Abarth, inzwischen Zentrum aller Rennaktivitäten des Hauses FIAT mit Ausnahme von Ferrari, neue Konzepte für ein Comeback in der stets populären Rallye-WM. Neben dem Lancia Montecarlo standen der Lancia Delta und der FIAT Ritmo als Basis zur Diskussion. Die bessere Aerodynamik sowie die bereits mit dem Montecarlo in der Gruppe 5 gesammelte Rennerfahrung gaben schließlich den Ausschlag für die Entwicklung des 037. Schon bald übernahm Pininfarina die Fertigung des 037, die vorderen und hinteren Rahmenelemente entstanden bei Abarth bzw. Marchesi. Das bewährte FIAT- Lancia- Zweilitertriebwerk trug jetzt einen 16V-Zylinderkopf samt Weber 40 DCN- Vergasern sowie einen dahintergeschalteten mechanisch angetriebenen Volumex- Lader. Mit diesen Modifikationen erreichte man zunächst eine Leistung von 205 PS bei 7.000 u/min in der zivileren Straßenversion. Das Fünfgang-Getriebe von ZF wurde hinter dem Motor angeflanscht und trieb die Hinterräder über ein Sperrdifferential an. Bei seinem ersten Wettbewerbseinsatz 1982 auf Sardinien leistete der 037 bereits 265 PS bei einem Leergewicht von 1020 kg. Gefahren wurde der 037 u.a. von Markku Alén und Attilio Bettega.
Durch Verwendung einer Bosch-Kugelfischer-Einspritzung stieg die Leistung der EVO 1 Version schon bald auf 305 PS bei 8.000 u/min, gleichzeitig konnte das Fahrzeuggewicht durch Kevlar- Komponenten auf 900 kg gesenkt werden. 1983 verpflichtete Cesare Fiorio zusätzlich Walter Röhrl/Christian Geistdörfer sowie Massimo Biasion um der Übermacht der allradgetriebenen Audi Quattro Paroli bieten zu können. Dies gelang eindrucksvoll: Lancia wurde 1982 Marken-Weltmeister mit dem 037, allerdings sicherte sich Hannu Mikkola den Fahrertitel auf Audi Quattro vor Walter Röhrl mit dem 037. 1983 zündete Lancia eine weitere Evolutionsstufe: der EVO 2 schöpft durch Vergrößerung des Kolbenhubs und einem daraus resultierenden Hubraum von 2.111 ccm 325 PS.
Zu erkennen sind die EVO 2-Varianten u.a. an den fehlenden Heckstoßstangen sowie dem vereinfachten Armaturenbrett.
Doch 1985 musste man bei Lancia erkennen, dass die leichten und bis zu 400 PS starken allradgetriebenen Peugeot 205T16 mit dem heckgetriebenen 037 nicht mehr zu bezwingen waren. Bei der Tour de Corse 1985 verunglückte Attilio Bettega im 037 tödlich. Der Weg in die Zukunft wurde vom jungen Henri Toivonen mit dem ebenfalls hier vorgestellten Delta S4 vorgezeichnet.
|
|
Sollten Sie mit uns in Kontakt treten wollen, finden Sie die E-Mail-Adresse des Webmasters im Bereich Impressum.
Copyright © 2003 www.italian-classics.net
|