www.italian-classics.net 26.05.2006 16:53
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Im Jahre 1950 präsentierte Lancia auf dem Automobilsalon in Turin die mit Hilfe von Pininfarina entwickelte Aurelia (B10).Die eher nüchtern gestylte Oberklasse-Limousine überzeugte insbesondere durch den brillianten 1.800 ccm V6 Zylinder-Motor mit dem im Hinblick auf einen optimalen Massenausgleich besonders günstigen Zylinderwinkel von 60 Grad. Dieser leistet zunächst bescheidene 56 PS bei 4.000 u/min. Die für diese Zeit typische Lenkradschaltung war ein Resultat amerikanischer Einflüsse. Ebenfalls richtungsweisend waren die ohne B-Säule auskommende viertürige Karosserie sowie die später von vielen anderen Herstellern übernommene Schräglenkerachse mit Hebelstoßdämpfern, die durch direkt am Differential angeflanschte Bremsen geringe ungefederte Massen erzeugt.
Das Styling der 1951 präsentierten Aurelia B20 Coupe´ setzte neue Maßstäbe und begeisterte mit weichen, rundlichen Formen, hervorragenden Fahrleistungen dank des 1.991 ccm Motors mit 75 PS bei 4.500 u/min und den diversen Detailverbesserungen der Aurelia-Limousine. Dank des geringen Gewichts von nur 1.000 kg erreichte das Coupe´ eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Der Radstand der Aurelia B20 misst anstatt von 2.931 mm hingegen nur 2.600 mm. Das ursprüngliche Styling stammte von Boano, bereis nach 98 produzierten Exemplaren aber modifiziert durch Pininfarina. Die Pininfarina- Karosseriebauer schweißten die Karosserie aus mehr als 100 handgetriebener Bleche, was insbesondere die Produktionskosten in ungeahnte Höhen trieb. Die zweite Serie der B20 verfügt bereits über 80 PS bei 4.700 u/min, die Motorleistung der dritten Serie betrug sogar 118 PS bei 2.451 ccm und ermöglichte eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h. Die vierte Serie verfügte bereits über die DeDion- Hinterachse, die das diffizile Fahrverhalten deutlich entschärfte, aber leider auch die Handlichkeit verschlechterte.
Anfang 1958 stellte Lancia die Produktion der Aurelia B20 ein, so verschwand ein Fahrzeug aus den Präsentationshallen, dass nicht zuletzt auch Rennsportgeschichte geschrieben hat. Erfolge bei der Mille Miglia, der Targa Florio, der Rallye Monte Carlo sowie der Carrera Panamericana gingen auf das Konto der legendären B20.
Unvergessen ist ebenso der Sieg von Louis Chiron bei der Rallye Monte Carlo 1954 mit einer B20 der zweiten Serie. Nicht unerwähnt bleiben soll zudem die 1954 der Öffentlichkeit vorgestellte Aurelia Spider, die von Beginn an von Pininfarina gezeichnet wurde. Besonders auffällig an der sogenannten B24 war die Panaromascheibe, ein Zugeständnis an den damaligen Zeitgeist der Amerikaner. Sie basierte auf der Aurelia der vierten Serie, allerdings mit einem Radstand von 2.450 mm und als B24S mit Linkslenkung und Mittelschaltung.
Basierend auf der fünften Serie der Aurelia folgte der Aurelia Spider die Aurelia Convertible, eine zwar technisch verbesserte offene Aurelia, deren Design leider weniger faszinierend und charaktervoll ausfiel, als jenes Ihrer Vorgängerin...
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