www.italian-classics.net 26.05.2006 14:20
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Mit rund fünf Millionen produzierten Exemplaren in 18 Jahren wurde der FIAT 500 zu einem Symbol für die Lebens- und Denkweise im Europa der Nachkriegsjahre. Der besondere Grund für den Erfolg des 500ers liegt weniger in seinen objektiven Qualitäten oder dem außergewöhnlichen Können seiner Konstrukteure, sondern viel mehr in der Einsicht, dass kein Mensch zur Fortbewegung mehr Auto benötigt. Der Winzling wird damals wie heute allen Anforderungen gerecht, egal ob stark modifiziert als Rennwagen (Abarth, Giannini), als günstiges Cabriolet oder auch als Kombi (Giardiniera). Der 1957 der Öffentlichkeit vorgestellte 500er war und ist ein "richtiges" Automobil, trotz seiner minimalen Abmessungen mit einer Länge von 2.970 mm und einer Leistung von zunächst 13,5 PS aus 479 ccm, die ihn bis zu 85 km/h schnell machten. Im Laufe der Jahre wuchs der Hubraum auf bis zu 600 ccm und 21,5 PS, die das ca. 480 kg schwere Fahrzeug auf über 105 km/h beschleunigen. Die beiden hier gezeigten gelben Fahrzeuge wurden bis ins Detail restauriert und auf Kosten der Originalität technisch optimiert. Dank des Einsatzes diverser Komponenten aus dem Hause Carlo Abarth's steigt die Motorleistung auf über 30 PS, die Höchstgeschwindigkeit beträgt ca. 140 km/h. .
Bei dem hier gezeigten blauen Exemplar handelt es sich um einen originalgetreu restaurierten FIAT 500 L aus dem Jahr 1968, zu erkennen an den rohrförmigen Elementen der Stoßstange, die ihm den Beinamen "500 con tubi" = 500 mit Rohren bescherten. Die gezeigten Exemplare sind deshalb so unterschiedlich, um dem geneigten Betrachter zu verdeutlichen, was technisch möglich ist und nicht zuletzt um seinen eigenen Geschmack zu schärfen. Original oder sportlich modifiziert, im Falle des 500ers keine Frage des guten Geschmacks...
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