www.italian-classics.net       21.06.2006 20:15               

 

                                                 
Lamborghini

 

         

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Aus Unzufriedenheit mit seinem frisch erworbenen Ferrari reiste Ferruccio Lamborghini (*1916) nach Maranello, um mit Enzo Ferrari über die Mängel seines Fahrzeugs zu sprechen. Als er von der Sekretärin des "Commendatore" brüsk abgewiesen wird, verlässt Lamborghini wutschnaubend das Firmengelände und beschließt es "diesem Ferrari" heimzuzahlen. 

Zufällig verlassen zu dieser Zeit, Anfang der sechziger Jahre, sechs hochqualifizierte Ingenieure die Scuderia Ferrari, unter ihnen Carlo Chiti und Giotto Bizzarini (Konstrukteur des Ferrari 250 GTO). 

All diese Männer lebten nur wenige Kilometer voneinander entfernt im Nordosten Italiens und so stellte es kein unlösbares Problem für Lamborghini dar, Kontakt mit den von Ferrari entlassenen Ingenieuren aufzunehmen. Bizzarini  und Lamborghini erzielten schnell Einigkeit und Bizzarini entwarf schon 1962 einen kurzhubigen  V12-Motor mit einem engem Zylinderwinkel von 60° und zwei obenliegenden Nockenwellen sowie dreier Weber Fallstromvergaser 36IDL für Lamborghini. 

Der 3.500 ccm Motor leistete 360 PS bei 8.000 u/min. Der erste Motor wurde in einen von Lamborghinis Ferraris implantiert um seine Alltagstauglichkeit zu testen.

Die nötigen finanziellen Mittel erwirtschaftete Lamborghini sowohl durch seine Traktorenfabrik als auch durch die Produktion von Klimaanlagen und Ölheizungen. 

In der Zwischenzeit kaufte Lamborghini ein Stück Land in Sant'Agata, ca. 30 km von Ferrari in Maranello entfernt und  ließ dort eine Fabrik zur Produktion seiner Sportwagen errichten.

Die Leitung des Gesamtprojektes übertrug Lamborghini dem damals 24 jährigen Giampaolo Dallara, dessen Cousin Alfieri als Chefkonstrukteur bei Maserati tätig war.

Die äußere Gestaltung des ersten Lamborghini übernahm Franco Scaglione. 

Der 350 GTV wurde 1964 der Öffentlichkeit auf dem Genfer Automobilsalon präsentiert. 

Die deutlich sichtbaren Qualitätsmängel und stilistischen Unstimmigkeiten der Karosserie wurden kurze Zeit später von Touring behoben.

1965 zeigte Lamborghini den von Zagato entworfenen 3500 GTZ auf dem Pariser Salon

1966 präsentierte Lamborghini die Weiterentwicklung des 350 GT, den 400 GT 2+2 sowie den Lamborghini Miura, einen bis zu 430 PS leistenden und von Bertone entworfenen Mittelmotor-Supersportwagen.

Lamborghini Miura

1968 erscheint der Lamborghini Islero, ein 4-sitziger Sportwagen mit auffallend geradliniger schlichter Karosserieform, die entfernt an die Linienführung verschiedener Maserati-Modelle erinnert.

Ebenfalls 1968 wird der von Bertone entworfene Lamborghini Espada mit selbsttragender Karosserie vorgestellt, der zunächst 325 PS leistet, ab 1970 steigt die Motorleistung auf 350 PS.

1970 wird auf dem Genfer Salon der Nachfolger des Islero, der Jarama präsentiert, der von Bertone entworfen und bei Marazzi produziert wurde. 

Ebenfalls 1970 wird der Urraco präsentiert.

1971 erfolgt die Präsentation des Miura- Nachfolgers Countach auf dem Genfer Automobilsalon.

1974 verkauft Ferruccio Lamborghini seinen verbliebenen 49 %  Anteil der Firma.

1978 wurde Lamborghini aufgrund erheblicher finanzieller Probleme unter staatliche Kontrolle gestellt.

1980 übernimmt der französische Mimram- Konzern den angeschlagenen Sportwagenhersteller.

1982 erfolgt das Debut des Jalpa 3500 mit V8- Motor.

1985 wird der Geländewagen LM 002 präsentiert. 

1987 wird Lamborghini von Chrysler übernommen.

1990 wird die Produktion des Countach zugunsten des Diablo eingestellt.

Miura Countach

 

 

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  Stand: 21. Juni 2006