www.italian-classics.net 26.05.2006 17:36
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Der Automobilkonzern Alfa Romeo hat in den letzten 93 Jahren vieles gebaut, aber nie ein langweiliges Auto. Die Marke steht für hochkarätige Technik und außergewöhnliches Design. Selbst Misserfolge waren entweder technisch innovativ oder einfach gut designed. Mit englischem Kapital entsteht 1906 im Nordwesten Mailands in der Gegend "Il Portello" eine Automobilfabrik, die Darracq- Fahrzeuge produzieren soll. Portello ( "Kleine Pforte", gemeint ist die nahgelegene Auffahrt zum Simplonpass) ist bis 1961 Stammsitz der Marke, dann übersiedelt sie nach Arese, nordwestlich von Mailand. Von 1929 bis 1939 führt Enzo Ferrari die Rennabteilung Alfa Romeo's. 1932 gewinnt Caracciola für Alfa Romeo den Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring. 1935 wiederholt Nuvolari dieses Meisterstück gegen die Übermacht der Mercedes- Silberpfeile. 1950 und 1951 gewinnt Alfa Romeo mit Fangio und Farina die Weltmeisterschaft. Mit dem Alfa Romeo 1900 erfolgt 1950 die Abkehr von den astronomisch teuren Luxuskarosserien der Vorkriegs- und frühen Nachkriegsjahre. Mit der Giulietta beginnt 1955 endgültig die Massenproduktion. 1962 gelingt Alfa Romeo mit der Giulia der Durchbruch auf dem Exportmarkt. Dabei ist die Giulia nicht wirklich schön, sie widerspricht völlig den gängigen Designvorstellungen der 60er Jahre; sie ist kein imponierendes Fahrzeug im herkömmlichen Sinne, sondern viel mehr ein zweckmäßiges und schnelles Auto für den Alltag, ein Gran Turismo mit vier Türen. Die 1963 vorgestellte Coupe´- Variante Giulia Sprint GT ("Bertone") gilt bis heute als das italienische Sportcoupe´ schlechthin.
Ab 1965 entstehen bei Autodelta die im Motorsport sehr erfolgreichen Rennversionen Giulia GTA mit erleichterter Aluminiumkarosserie und leistungsstarkem Motor mit 1.300 sowie 1.600 ccm. 1971 betritt der Alfasud die internationale Bühne, er wird aufgrund der politischen Krise Italiens zum Symbol für das Auto, das bereits im Prospekt rostet. Dabei sind der Motor und die Straßenlage des Alfasud in den 70er Jahren das Maß aller Dinge. 1975 erscheint die Alfetta und gewinnt sogleich den Vergleichstest in der "auto, motor und sport" gegen den BMW 520 . Schon vergessen? 1979 stellt Alfa Romeo den Alfa Sei vor. Vergessen Sie das Auto, auf den Motor kommt es an. Dieser "befeuert" mit 2.500 ccm die Alfetta GTV6 und später mit 3.000 ccm den Alfa 75 sowie den SZ/RZ. Mit dem ab 1992 produzierten Alfa 155 engagiert sich Alfa Romeo in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft, später ITC und gewinnt mit Larini, Nannini u.a. gegen die Konkurrenz aus Stuttgart und Rüsselsheim.
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